Die Unterschiede sind sichtbar
Sonntag
Die Programmwoche wurde mit einem feierlichen Gottesdienst in der Kranhalle eröffnet. Die Predigt wurde von dem Superintendenten Herrn Pfarrer Helmut Hitzbleck über das Bibelzitat:
„Wer dem Geringen Gewalt tut, lästert dessen Schöpfer;
aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott.“
Sprüche 14, 31
gehalten..
Während des Gottesdienstes erging eine herzliche Einladung zu der Woche, in die Schuhe des Anderen zu schlüpfen.
So, wie ein Indianersprichwort heißt:
„Ich will niemanden richten, ehe ich nicht eine Woche lang
in seinen Mokassins, in seinen Schuhen, gegangen bin.“
Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Abend der Begegnung mit einem internationalen Büffet und Musik vom „Trio Nova“ statt.
Um einen kleinen Eindruck zu erhalten, haben wir hier einige Fotos von dem Abend für Sie zusammengestellt:
Montag
Um 17:00 Uhr eröffnete Frau Jacqueline Siepmann, NRZ die Fotoausstellung „Die Unterschiede“ von dem Fotografen Harald Hoffmann. Herr Hoffmann dokumentiert in übergroßen und eindrucksvollen Fotos die Armut in unserem Land. Für die Bilder haben Menschen Herrn Hoffmann ihre Türen geöffnet. Bilder die nachdenklich stimmen. Die Ausstellung ist bis Ende des Jahres in der Kranhalle zu sehen.
Im Anschluss moderierte Herr Andreas Heinrich, WAZ eine Gesprächsrunde zum Thema, mit Frau Hannelore Kraft, Landesvorsitzende NRW SPD, Herrn Dr. Helmut Schäfer, Dramaturg Theater an der Ruhr und Herrn Ulrich Ernst, Sozialdezernent der Stadt Mülheim an der Ruhr.
Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass die Strukturen verfestigter Armut aufgebrochen werden müssen. Kinder und Jugendliche müssen im frühesten Alter gefördert werden, damit Bildungslücken gar nicht erst entstehen, Förderungen für benachteiligte Stadtteile erfolgen und eine Erbschaftssteuer eingeführt werden. Alles dieses könnten Ansätze sein. Der Dramaturg bringt kulturelle Bildung ins Spiel, ohne diese kann eine gesellschaftliche Bildung nicht erfolgen. Um dies zu fördern haben Hartz IV Empfänger kostenlosen Eintritt ins Theater an der Ruhr. Doch Patentrezepte können auch an diesem Abend nicht gefunden werden. Es braucht Zeit, Lösungen zu finden sagt der Sozialdezernent der Stadt.
Jeder ist aufgefordert sich selber einzubringen, dies erfordert den Einsatz von allen aber auch Einsatz eines jeden Einzelnen.
Hier einige Fotos des Abends.
Dienstag
Das Theater an der Ruhr lud in Kooperation mit der Diakoniewerk Arbeit & Kultur gGmbH alle Mitarbeiter zu der Aufführung:
„Der Hausschrat“ von Wilhelm Genazino ein.
Im Anschluss referierte Herrn Pfarrer i. R. Prof. Dr. Ulrich Kellermann über „Utopie und Realität im Alten Israel und im Urchristentum“ in der Evangelischen Ladenkirche.
Hier ist wieder eine Fotoauswahl:
Donnerstag
Im Rahmen der Aktionswoche haben sich mehrere Schulen mit den vielen Facetten von Armut beschäftigt. Da die Unterscheidung zwischen arm und reich immer früher beginnt, wollte die Diakoniewerk Arbeit & Kultur gGmbH die Thematik einmal aus Kinderaugen sehen.
Die Schüler haben gebastelt und gebacken. Der Erlös ging an die Mülheimer Tafel, die wochentäglich 8 Schulen mit einem Schulfrühstück beliefert, damit die Schüler, die kein Frühstück erhalten, ohne Hunger lernen können.
Hier einige Fotos der Veranstaltung:
Am Abend wurde der Dokumentarfilm „Im Westen alles nach Plan“ von dem Regisseur Hans Peter Clahsen über Armut in Westdeutschland aus dem Jahre 1990 gezeigt.
Die anschließend von dem Redaktionsleiter der Mülheimer NRZ, Herrn Detlef Schönen moderierte Gesprächsrunde mit dem Regisseur und den Gästen: Herrn Frank Esser, Vorsitzender der Mülheimer SPD, Herrn Stefan Zowislo, Oberbürgermeistkandidat der CDU und Frau Annette Sommerhoff, Leiterin der Ev. Familienbildungsstätte beleuchtete unterschiedliche Aspekte der Armut in unserem Land.
Es entwickelte sich eine interessante Gesprächsrunde, die auch persönliche Erfahrungen der Gesprächsteilnehmer einbrachte.
Hier einige Fotos der Gesprächsrunde:
Freitag
Politisches Nachtgebet mit Grußwort von Frau Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld. Die Evangelische Kirche verlangt von der Politik konkrete Hilfe für Arme, Schwache, Ausgegrenzte und Arbeitslose.
Frau Mühlenfeld bekräftigte in Ihrem Grußwort, dass nicht „Ungleiches, gleich behandelt werden darf“. Der Abend klang mit Flamenco Gitarrenklängen von Rafael Cortés aus.
Hier einige Fotos:








